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Die IAS im Experteninterview: "Veraltete Technologien wirken sich negativ auf die Agilität aus“

Im Titel-Interview der aktuellen Ausgabe des Midrange Magazins erklärt Dennis Wirtz, Consultant bei der IAS, warum veraltete ERP-Systeme Unternehmen bei der digitalen Transformation ausbremsen. Sein Fazit: "Ganzheitlich integrierte und vernetzte Prozesse gelten als Grundvoraussetzung für die digitale Produktion." Nur so gelingt der Umstieg auf die "Smart Factory".

Das Zeitalter der Digitalisierung und die Akzeptanz von Konzepten wie Industrie 4.0 bauen für Unternehmen massiven Druck auf. Für die klassischen Kern-IT-Anwendungen, wie die ERP-Systeme, stellt sich damit die Frage, ob diese Lösungen eher als "Zukunftsverhinderer" zu sehen sind oder, ob sie nicht bereits die Funktionalität  einer "Industrie 4.0 Zukunftsplattformen" bereitstellen  können. Im Interview  mit dem Midrange Magazin (MM) skizziert Dennis Wirtz, Consultant bei der lAS, wie die künftige Rolle von ERP aussieht und welche Funktionalitäten dazu nötig sind.


MM: Warum betreffen die Herausforderungen durch „Industrie 4.0“ besonders den Mittelstand?


Wirtz:  Für mittelständische  Unternehmen bietet die digitale Wirtschaft riesige Vorteile. Die Digitalisierung erhöht die Effizienz und damit die gesamte Produktionsgeschwindigkeit  Der Aufwand und die Kosten sinken. Allerdings profitieren davon eher Startups, denn sie bauen ihren gesamten Produktlebenszyklus von Anfang an digital auf. Klassische Mittelständler hingegen stellt  die Integration digitaler  Anwendungen in  ihre  bestehenden Systeme oft vor große Herausforderungen. Die nicht selten veralteten Technologien wirken sich negativ auf die Agilität des Unternehmens aus und zehren an IT-Budgets, die eigentlich für Innovationen eingesetzt werden müssten.


MM: Wie wichtig ist  der Gedanke der unternehmensübergreifenden Steuerung von komplexen Fabrikationsprozessen?

Wirtz: Ganzheitlich integrierte  und vernetzte  Prozesse gelten  als  Grundvoraussetzung für die digitale Produktion. Die durchgängige  Prozessorientierung und vollumfängliche Integration sind von Grund auf im Softwarekonzept von caniasERP verankert. Der kollaborative Vernetzungsgedanke ist  bei uns ja sogar im Produktnamen schon enthalten: „caniasERP“, steht für „Collaborative Applications Network (der) lndustrial Application Software“, - ergänzt um das Kürzel „ERP“ für Enterprise Ressource Planning. Die Unterstützung komplexer Produktions-  und  Unternehmensprozesse ist eine Kerneigenschaft von caniasERP. Der Nutzen wird um ein Vielfaches größer, wenn caniasERP mehrere Einzellösungen ablöst und eine einheitliche ERP­ Landschaft des Unternehmens oder der gesamten Unternehmensgruppe bildet. Unsere Kunden bestätigen uns immer wieder, dass eine einheitliche ERP-Landschaft eine höhere Prozessstabilität und bessere Performance schafft: Eine homogene Datenbasis ohne fehleranfällige und zeitverzögernde Schnittstellen zwischen den lnsellösungen, steigert die Konsistenz von Daten und reduziert den Pflege- und Verwaltungsaufwand.


MM: Wo muss ein traditionelles ERP bei derartigen Anforderungen passen?


Wirtz:  Traditionelle  ERP-Lösungen  verfügen teilweise noch nicht über den notwendigen Funktionsumfang, um wirklich alle Unternehmensprozesse abzudecken. caniasERP geht mit seinen 40 Modulen weit über den Funktionsumfang klassischer ERP-Lösungen  hinaus. So deckt es z.B. neben der Arbeitsvorbereitung, Beschaffung, Materialwirtschaft und Produktion auch die Bereiche Vertrieb, CRM, Finanzwesen, Projekt- und Dokumentenmanagement sowie  Groupware ab. Dazu kommt noch unsere Lagerhaltung, die alles mitbringt, was moderne Warehouse-Lösungen heute können müssen. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist sicherlich die Flexibilität. Komplexe Produktionsprozesse lassen sich selten im Standard abbilden. Im Normalfall sollen ja nicht die Prozesse um das ERP herum gebaut werden, sondern im  Gegenteil: Das ERP soll durch seine Funktionalität dazu beitragen, das Produktionsprozesse möglichst verschlankt und damit effizienter gemacht werden können. Im Optimalfall laufen damit vorher umständlich oder manuell  ausgeführten Prozesse systemunterstützt und machen die Abwicklung produktiver. Durch seine quellcodeoffene Entwicklungsumgebung und seine anpassungsfähige Softwarearchitektur  bietet caniasERP genügend  Flexibilität, um auch komplexe Prozesse sauber abzubilden.


MM:  Wie  lassen  sich  „Kooperationsprozesse“ in einem lndustrie-4.0-tauglichen ERP-System abbilden?


Wirtz: Industrie 4.0 basiert auf intelligenten Maschinen, die Bedarfe und Lieferzeiten kennen und selbstständig Nachschub bestellen können. Also müssen entweder möglichst  viele Funktionen zentral von einem System gesteuert werden, wofür sich ein integriertes ERP natürlich hervorragend eignet, da es all diese Informationen enthält – oder aber, die Steuerungssysteme der Maschinen müssen durch intelligente Schnittstellen vernetzt sein und einen zentralen Datenbestand bearbeiten. ln jedem Fall ist es von Vorteil, wenn ein System flexibel genug ist, um an verschiedene Anforderungen angepasst zu werden: z. B. um Einzelsysteme übergeordnet mit den benötigten Informationen zu versorgen und diese im Gegenzug auch wieder zu beziehen.


MM:   Wie kann  dabei die  Datenqualität – verschärft durch unterschiedliche Stammdatensätze – für die übergreifende Lösung sichergestellt werden?


Wirtz: Umsichtige Planung und flexible Reaktion auf neue Daten aus zusätzlichen Systemen sind hier das A und 0. Die IT muss die Übersicht haben über die eingesetzten Daten und deren Qualität. Daher ist ein sorgfältiges Daten- und Qualitätsmanagement hier sehr wichtig. Damit steigt auch die Verantwortung für den IT-Mitarbeiter und gleichzeitig die Relevanz seiner Position im  Unternehmen.


MM:  Bei Industrie 4.0 werden die Produktionsanlagen mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet. Welche Informationen  müssen  dabei bis  ins  ERP-­System kommen?


Wirtz: Sensordaten und ihre  sinnvolle Auswertung bzw. Nutzung, spielen ohne Zweifel in der digitalen Produktion eine enorm wichtige  Rolle. Aber die  Frage sollte immer lauten: Welche Daten sind zu welchem Zeitpunkt relevant für den Endanwender, der vor dem ERP-System sitzt? Hier kann ein ERP-System, das einen ausgeprägten Integrationsgedanken hat,  seine  Vorteile  ausspielen. Daten die von Produktionsanlagen kommen, können beispielsweise sinnvoll an eine Geräteakte hinterlegt werden (Stammdaten  werden   mit Maschinendaten angereichert). Diese Daten können dann beim Ausliefern automatisiert an den Endkunden übermittelt  und  bei  einem Servicefall erneut  herangezogen werden. Die Kernaufgabe sollte also immer sein, Daten so anzureichern, dass sie einen Mehrwert für alle Beteiligten bilden. Ansonsten droht man in der Informationsflut zu ertrinken.


MM:  Wie können die Anwender größtmöglichen Nutzen aus den vielen neuartigen Daten ziehen, die bei Industrie 4.0 anfallen?


Wirtz: Die direkte Auswertung etwa von Maschinendaten hat  in  der Produktion aus meiner Sicht mehrere Vorteile. Der IST-Zustand ist jederzeit verfügbar und abrufbar, dies ermöglich bessere Koordination bei der Zusammenarbeit verschiedener Bereiche. Sind die entsprechenden Daten verfügbar, können z. B. über das Kapazitätsplanungsmodul (caniasERP­-CAP) mit  Hilfe eines Gantt-Diagramms sowohl die Kapazitätsauslastung einzelner Arbeitsplätze oder Fertigungsaufträge als auch deren Beziehung untereinander grafisch dargestellt werden. Dabei können einzelne Arbeitsplätze, die an einem bestimmten Fertigungsprozess beteiligt sind, miteinander verglichen und optimiert werden. Für diese Analyse steht dem Anwender dann eine breite Informationsbasis über die einzelnen Fertigungsauftragsschritte zur Verfügung, die ihm folglich viele verschiedene Kriterien bietet, die für den Vergleich der verwendeten Arbeitsplätze hinzugezogen werden können. Darüber hinaus bietet das Modul die Möglichkeit zur Anzeige des Kapazitätsverbrauchs. Diese beantwortet die Frage danach, welche Ressourcen, wann und in welchen Mengen im jeweiligen Fertigungsauftrag eingesetzt und verbraucht wurden. Zudem wird durch die konsequente Erfassung und Auswertung solcher Daten eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Firmenstrukturen und -prozessen möglich.


MM: Inwieweit ist dabei die Echtzeitfähigkeit der Lösung wichtig?


Wirtz:  Die Echtzeitfähigkeit ist wichtig für den reibungslosen Ablauf von Produktionsabläufen. So kann das ERP-System z. B., falls eine Maschine ein Problem meldet, entsprechende Sofortmaßnahmen auslösen. Dies kann bedeuten, dass der zuständige Service automatisch verständigt wird und gleichzeitig eine Ersatzmaschine, falls vorhanden, angefordert, bzw. wenn diese schon da ist, in Betrieb genommen wird. Gleichzeitig berechnet das ERP die Auswirkungen des Ausfalls auf die Lieferzeiten und meldet dies bei Bedarf auch gleich dem Kunden. Das Ergebnis ist ein besseres bzw. effektiveres Management und dadurch Kostenersparnis.


MM: Welche Rolle spielt dabei der Mobilzugriff auf die ERP-Lösung?


Wirtz:  Der mobile Zugriff ist heutzutage eine wichtige Anforderung an das ERP­-System. Nicht zuletzt zeigte dies auch die letzte  Trovarit-Studie zur  Anwenderzufriedenheit. caniasERP ist hier aufgrund seiner Drei-Schicht-Architektur und dadurch, dass es auf Java als universelle Plattform aufsetzt, bestens für mobile Anwendungen aufgestellt. Mit caniasERP können Sie Ihre GUI für den Rich Client in der eigenen Programmiersprache TROIA implementieren. Dabei wird auch gleichzeitig der HTML-Code generiert und steht Ihnen sofort auf jedem HTML-fähigen mobilen Endgerät zur Verfügung.

 

Titelinterview mit Dennis Wirtz, Consultant  bei der IAS, im Midrange Magazin Ausgabe 04/2017, S. 20-21


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